ADS Test: Auf welche Symptome Sie achten müssen

ADS steht für das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und beschäftigt die Hirnforschung bis heute. Einen adäquaten ADS Test gibt es nur anhand intensiver, langzeitlicher Studien und Beobachtungen von Betroffenen. Entgegen vieler Behauptungen ist es bis heute nicht möglich, anhand medizinischer Tests ADS nachzuweisen. Fachärzte und Therapeuten verfassen ihre Diagnosen immer erst nach umfangreichen Einzelbeobachtungen, wobei auf klar Symptome und Anzeichen von ADS geachtet wird.

Welche Symptome sind für einen ADS Test ausschlaggebend?

ADS ist kein modernes Krankheitsbild. Schon im 19. Jahrhundert gab es Betroffene mit den Symptomen, wobei diese in den verschiedensten Ausprägungen und Intensitäten aufkommen können. Ständiges Herumzappeln, Dazwischenreden sowie auffällige Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwächen können Symptome der Krankheit sein, müssen es aber nicht. Deshalb sollte für einen ADS Test unbedingt ein Facharzt konsultiert werden.

Jeder ADS Test ist dabei individuell und wird vor allem anhand der bisherigen Erfahrungsberichte und kontinuierlichen Beobachtungen erstellt. Das auffällige Verhalten muss dabei mindestens ein halbes Jahr lang auftreten. Bei Kindern müssen die Symptome bereits vor dem siebenten Lebensjahr bemerkbar gewesen sein. Ausschlaggebend beim ADS Test ist auch, dass die Verhaltensmuster in mehreren Lebensbereichen festzustellen sind. Zudem müssen andere Krankheiten, die ähnliche Symptome tragen, ausgeschlossen werden können. Zur anschließenden Behandlung und Therapie nach dem ADS Test eignen sich verschiedene Verfahren.

ADS testen und zielgerichtet behandeln mit Online-Gehirnjogging

Einen direkten ADS Test liefert das Online-Gehirnjogging zwar nicht, dafür können Sie zielorientiert mit dem NeuroNation-Training dazulernen und kognitive Schwächen wie ein Aufmerksamkeitsdefizit dämmen. Dazu stehen mehr als 50 Aufgaben aus den 5 Lernebereichen Gedächtnis, Sprache, Logik, Mathematik und Sensorik bereit. Mit NeuroNation trainieren Sie:

  • zielgerichtet,
  • individuell,
  • abwechslungsreich,
  • aktuell,
  • und zukunftsorientiert.

Dazu steht dem Gehirntraining ein kompetentes Expertenteam zur Seite, das sich aus Professoren, Therapeuten und weiteren Meinungsführern aus der Hirnforschung zusammensetzt. Gemeinsam mit ihnen wurden auch Intensiv-Lernkurse entwickelt, die Sie als NeuroNation-Premium auswählen können und individuell Ihre Aufmerksamkeitsrate erhöhen. Steigen Sie um auf das Lernen von morgen und trainieren Sie Ihr Gehirn ganzheitlich.

Posted in ADS

Meditation – Vesinken Sie in sich

Meditation durch KonzentrationStändig auf dem Sprung zum nächsten Meeting, kurze Abgabetermine der nächsten wichtigen Projekte. Diese und andere stressige Situationen sind den meisten von uns wohlbekannt. In unserer schnelllebigen Zeit wird Entspannung immer wichtiger, um im seelischen Ausgleich zu bleiben. Ein Weg, diese Entspannung zu erlangen heißt für viele Meditation durch Konzentration.

Was ist Meditation?

Meditation ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Verfahren, durch Konzentration und Besinnung Entspannung zu erlangen. Durch Meditation gelangen die Seele und die Gedanken in vollkommene Entspannung und wir gelangen zu innerer Ruhe. Durch Konzentration wird unser Geist gezwungen, sich frei zu machen von treibenden Gedanken und wir gelangen zu innerem Gleichgewicht.

Wann meditieren Sie am besten?

Um die Konzentration zu fördern, sollten Sie während der Meditation eine aufrechte, steife Sitzhaltung einnehmen. Dennoch sollte diese bequem sein. Setzen Sie sich in den Schneidersitz, so kann die Energie ungehindert und geradlinig vom Kopf aus die Wirbelsäule herunter, und von da aus wieder zurückfließen. Die Energie verbleibt so im Körper. Eine ganz wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Meditation ist eine regelmäßige Durchführung. Am besten geeignet sind der ganz frühe Morgen oder der späte Abend. Die Hauptsache ist aber, dass Sie für sich eine Zeit finden, in der sie regelmäßig meditieren können. Ebenso wichtig ist der eigene Raum, den Sie zur Meditation nutzen. Auch dieser Raum sollte stets der gleiche sein und möglichst von anderen Aktivitäten befreit werden.

Versuchen Sie Ihren Atem ruhig und gleichmäßig zu halten, und Ihren Geist nicht in eine bestimmte Richtung zu lenken, denn das behindert die Meditation. Ihre Konzentration sollte nun auf einem selbst gewählten Punkt verharren. Dieser Punkt der Konzentration sollte irgendwo am oder im eigenen Körper liegen und niemals verändert werden.

Das Mantra

Nun kommt das persönliche Mantra ins Spiel. Mantras sind Meditationstexte in Form von rhythmischer, in Worte gefasster Energie. Um diese Energie zu aktivieren, ist eine ständige Wiederholung des Mantras notwendig. Dadurch wird die Energie in Schwingung versetzt und Sie gelangen in einen Zustand völliger Entspannung.

Seien Sie sich bewusst, dass Sie diesen Zustand nur nach sehr langer Übung und bei voller Konzentration erlangen werden. Nur so werden Sie es schaffen in den Samadhi, den unbewussten Zustand vorzudringen.

Posted in ADS

Konzentrationstraining am Computer

Unsere Konzentration ist tagtäglich wahnsinnig vielen Reizen ausgesetzt und das besondern in einer Zeit, in der uns von überall her Informationen, Bilder, Eindrücke erreichen. Das führt dazu, dass unsere Konzentrationsfähigkeit sehr stark Belastet wird. Die Konzentration nimmt dann ab, weil wir unsere Aufmerksamkeit zwischen so viele Dingen teilen müssen. Was helfen kann, ist ein Konzentrationstraining am Computer.

Konzentrationstraining am Computer für Jung und Alt

Die Fähigkeit der Konzentration ist eine der wohl wichtigsten menschlichen Fähigkeiten, weil wir sie nahezu immer beanspruchen. Ob auf Arbeit, auf der Straße oder beim Spielen mit den Kindern, wir fokussieren permanent etwas.

Ein Konzentrationstraining am Computer eignet sich insbesondere diese Konzentrationsfähigkeit auszubauen und weitere positive Effekte zu generieren. So zum Beispiel:

  • Gesteigerte Aufmerksamkeit
  • Besseres logisches Denkvermögen
  • Verbessertes Sprach-, und Zahlenverständnis
  • Erhöhtes Denkvermögen

Wie die Bezeichnung schon sagt, findet ein Konzentrationstraining am Computer mithilfe des Computers statt. Ein gutes Konzentrationstraining bietet ein umfassendes Angebot an Übungen, die Ihre Fokussierung zielgerichtet verbessern.

Verbessertes Arbeitsgedächtnis führt zu mehr Konzentration

In 1. Linie wirkt sich ein solches Training positiv auf das sogenannte Arbeitsgedächtnis aus. Dieses ist dafür verantwortlich, alle aktuellen Informationen und Eindrücke aufzunehmen, zu verarbeiten und abzuspeichern. Daraus folgt, dass ein verbessertes Arbeitsgedächtnis mehr Raum für Informationen schafft und diese auch länger behalten kann. So bewirkt es eben auch eine verbesserte Konzentration.

Die Vorteile eines Konzentrationstrainings am Computer

Ein Konzentrationstraining am Computer hat auch noch zahlreiche andere Vorteile. So bekommen Sie jede Neuerung in Echtzeit und sofort mit. Die Auswertung kann direkt nach dem Training geschehen und langfristig dokumentiert werden. Das Konzentrationstraining am Computer bietet eine optimale Plattform, um stetig neue Konzentrationsübungen zu entwickeln. Weiterhin kann ein soziales Netzwerk der gegenseitigen Motivation, dem Erfahrungsaustausch und der Herausforderung dienen.

Eine der wohl bekanntesten Onlineplattformen für Konzentrationstraining ist NeuroNation. Dort können Sie anhand von mittlerweile über 50 Übungen Ihre Fähigkeiten optimal schulen.

Posted in ADS

Was sind eigentlich Konzentrationsschwierigkeiten?

Konzentrationsschwierigkeiten sind in der schnelllebigen Welt heutzutage, häufig zu beobachten. Es handelt sich eher um eine moderne Erscheinung in der Gesellschaft und das ist wohl kaum verwunderlich. In unserem Umfeld wirken sekündlich so viele Reize auf uns ein, dass unser Gehirn ständig damit beschäftigt ist diese aufzunehmen, zu selektieren, zu verarbeiten, zu speichern und gegebenenfalls weiterzuleiten.

Unser Gehirn braucht auch mal eine Pause

Ob Fernseher , Radio, andere Menschen, von Werbeplakaten, auf der Arbeit, beim Einkaufen – Unser Gehirn muss mit so vielen Informationen zurechtkommen, dass es sich das ein oder andere mal eine Pause nimmt. Eine Folge daraus können Konzentrationsschwierigkeiten sein. Auch andere Faktoren, wie etwa der eigene Gemütszustand, können zu einer Beeinträchtigung der Konzentration führen. So beeinflussen folgende zustände die Fähigkeit negativ:

  • Stress
  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Schlechte Laune

Doch wann sind Konzentrationsschwierigkeiten normal und ab wann sollte man sich sorgen?

Konzentrationsschwierigkeiten sind selten krankhafter Natur

Die Schwierigkeiten sind im Verhältnis gesehen immer seltener krankhafter Natur. Denn es ist ganz normal und ganz menschlich, dass die Konzentrationsfähigkeit mit der Zeit nachlässt. Auch, dass sich das Gehirn mal eine Auszeit nimmt. Solange es nicht regelmäßig passiert und in dem Maße, dass es Sie in Beruf und privatem Leben einschränkt, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Es handelt sich dann um Konzentrationsschwierigkeiten, die bitte nicht mit Medikamenten oder anderen Gehirndopingmaßnahmen behandelt werden sollten.

Was, wenn die Störungen häufiger zu Problemen führen?

Sollten die Konzentrationsschwierigkeiten allerdings soweit beeinflussen, das Sie diese als extrem störend empfinden und Sie dadurch vielleicht auch auch Probleme in Schule, Ausbildung, Studium oder Beruf bekommen, dann ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Heutzutage gibt es zahlreiche alternative und wirksame! Therapiemaßnahmen, die bei eine Störung der Konzentration helfen können.

Posted in ADS

Konzentrationsübungen

Was genau sind Konzentrationsübungen? Helfen sie die Konzentration zu steigern? Oder sind es Übungen, bei denen man sehr konzentriert sein muss? Und wann muss ich sie machen? Alles Fragen, die ich ihnen hier in (hoffentlich) ausreichendem Maße beantworte.

Unter Konzentrationsübungen versteht man Übungen, die eine hohe Konzentration und ständige Aufmerksamkeit in über einen gewissen, meist eher kurzen Zeitraum erfordern, um die Konzentration so auch längerfristig zu verbessern. Wenn sie der Ansicht sind, sie können sich gut konzentrieren, dann sollten sie vielleicht nicht weiterlesen. Doch glauben sie mir: Lesen Sie weiter, es wird interessant.

Konzentration bedeutet im wesentlichen die Fokussierung oder Einengung der Gedanken auf eine bestimmte Sache. Dies kann ein Gegenstand, eine Aufgabe oder eine andere Person sein. Konzentrationsübungen bestehen im wesentlichen dadraus, dass man sich auf eine vorgegebene Aufgabe fokussiert, um diese so gut wie möglich zu lösen. Die Aufgabe kann dabei aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Logik oder Rechnen stammen. Wenn man diese aufgaben regelmäßig trainiert, merkt man schon bald eine Verbesserung der eigenen Konzentration. Hier finden sie eine gute Auswahl an solchen Konzentrationsübungen, die übrigens auch zur kognitiven Therapie genutzt werden.

Gesunde Menschen sind normalerweise in der Lage, sich recht gut auf Dinge zu konzentrieren. Allerdings gibt es Krankheiten, die gerade diese Fähigkeit zu nichte machen. Die wohl bekannteste davon ist ADS. Was genau ADS ist, welche Symptome und Ursachen es gibt, wie man dagegen ankommt und ob Konzentrationsübungen werde ich im Folgenden ausführlich erläutern.

ADS – Kontroversen und Diskussionen

ADS ist ein sehr heiß diskutiertes Thema. Von wegen „Volkskrankheit“ und „Universalausrede“. Ich möchte hier keine Meinungsmache betreiben, und auch meine Meinung nicht darlegen. Ich werde hier nur einige der „Vorwürfe“ gegenüber ADS erläutern und analysieren.

Beginnen wir mit der Pharmaindustrie. Viele Kritiker behaupten, ADS sei eine von der Pharmaindustrie gekaufte Krankheit. Anlass dazu gab die Neuauflage des DSM, des Diagnostic And Statistical Manual Of Mental Disorders, einem Klassifikationsmodell psychischer Krankheiten. Es stellte sich heraus, das mehr als die Hälfte der Autoren, die für die ADS relevanten Kapitel zuständig waren, von der Pharmaindustrie bezahlt wurden. Die Angst der Kritiker lag dadrin, dass die Kriterien so formuliert würdren, dass man fast jedes Kind mit der Diagnose ADS versehen könne und folglich viel mehr Leute Medikamente zur Behandlung kaufen müssten. Dem wirkte nun aber die American Psychiatric Assosiation, welche das DSM regelmäßig überarbeiten, entgegen. Die Autoren müssen absofort ihre Einkünfte offen legen. Bis zu einem gewissen Einkommen ist man nur zulässig für die Erstellung des neuen Manuals, welches 2012 erscheinen soll.

Andere wiederum behaupten, ADS gäbe es garnicht, sondern sei eine Modekrankheit. Dieses sogenannte Disease Mongering ist eine Einstufung eines Mangels oder Symptoms als therapiebedürftige Krankheit. Dies wird oft von der Pharmaindustrie und dazugehörigen Wissenschaftlern und Ärzten betrieben, um neue Absatzmärkte zu schaffen. Aber auch Medizintechnikunternehmen, Krankenhäuser oder Buchautoren und Verlage können davon profitieren. Im Falle von ADS glauben Kritiker, dass die Pharmaindustrie zusammen mit Neurologen und Wissenschaftlern neue Medikamentenabhängigkeiten und Absatzmärkte schaffen wollte.

Dann gibt es die Leute, die der Ansicht sind, ADS sei keine Krankheit. Die auftretenden Symptome gehörten zum normalen Kreis menschlichen Verhaltens. Zurückführen könne man dies auf viele verschiedene Dinge. Aktuelle Lebensumstände spielen dabei eine Rolle, genau so wie die Veränderung der Umwelt. Dies umfasse im speziellen steigende Leistungsanforderungen, abnehmende gesellschaftliche Toleranz gegenüber den Ausprägungen kindlichen Verhaltens sowie Reizüberfutung, Sinnentleerung, etc. Nach dieser Ansicht sind die „Betroffenen“ auch nicht krank und eine medikamentöse Behandlung nicht angebracht sondern eventuell sogar schädlich.

Es gibt noch eine weitere Gruppe, die ADS nicht als Krankheit ansieht, sondern als Gabe. Sie bezeichnen ADS-Betroffene als „Träger der Edison-Gens“, in Anlehung an Thomas Edison, den Erfinder der Glühbirne und vermutlich auch ADS-Betroffener. ADS stelle eine andere Wahrnehmungsform dar, die ihre Stärken und Schwächen habe. Durch die medikamentöse Behandlung würden die Betroffenen nicht geheilt, sondern würden lernen mit ihren Schwächen umzugehen. Dies sei Vorraussetzung für eine solziale Integration. ADS sei eine „Art zu leben“.

Eine ganz kleine Gruppe sieht ADS nich als Ursache der Symptome sondern ADS sei die Zusammenfassung der Symptome, die von einer ganz anderen, meist ungeklärten Ursache herrühre. Somit sei es sehr willkürlich, alle ADS-Patienten über einen Kamm zu scheren.

ADS – Alles daran schlecht?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Folglich muss dort, wo man einen Schatten sieht, auch eine Lichtquelle sein. Soll heißen, ADS hat auch seine positive Seiten. Positiv in dem Sinne, dass es Symptome gibt, die einen guten, förderungswürdigen Effekt zeigen. Diese sind unter anderem:

  • Hypersensibilität: ADS-Betroffene mit Hypersensibilität sind in der Lage, Veränderungen sehr schnell zu erfassen. Dies äußert sich meist in einer besonderen Form der Empathie, das heißt sie können den emotionalen Zustand ihres gegenübers sehr gut abschätzen und sind in der Lage, angemessen auf diesen zu reagieren. Auch Veränderungen dieses Zustandes nehmen sie sehr gut wahr. Außerdem haben sie einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
  • Begeisterungsfähigkeit: Wenn sie ein Thema interessant finden, lassen sie sich dafür begeistern und schaffen es oftmals auch, sich über einen längeren Zeitraum, sich zu konzentrieren
  • Hyperfokus: Ähnlich wie die Begeisterungsfähigkeit können sich Betroffene, ganz im Gegensatz zu anderen Symptomen, auf ein bestimmtes Thema sehr, sehr gut konzentrieren, viel besser als andere Kinder. Sie sind in der Lage, sich Wissen zu diesem Thema in kürzester Zeit anzueignen. Dies geschieht, wenn der Betroffene genug Motivation für ein bestimmtes Thema entwickelt, im Gegensatz zur Begeisterungsfähigkeit zu einem bestimmten Thema kann er hier diese Motivation nicht selbst beeinflussen. Der Hyperfokus wird oftmals von Lehrern und anderen falsch verstanden und kommentiert: „Wenn er will, kann er doch“, jedoch ist dieses „wollen“ eher ein „unwollen“, die Motivation geschieht unwillkürlich.
  • Impulsivität: „Moment mal, Impulsivität wurde doch als negative Eigenschaft gezählt“, werden Sie nun denken. Stimmt. Aber wenn man diese impulsivität richtig dosiert, macht es die Betroffenen zu angenehmen Zeitgenossen und interessanten Gesprächspartnern. Die Äußerungen sind nun nicht mehr unkontrolliert und unangebracht, sondern fallen eher in die Sparte „Spontanität“, und sie passen meist auch zum Thema und fördern so die Unterhaltung.
  • Hyperaktivität: Ja, auch Hyperaktivität kann richtig dosiert eine gute Eigenschaft sein. Leicht hyperaktive Kinder sind viel besser für Sport im allgemeinen und Leistungssport im speziellen zu begeistern. Wenn es eine Sportart gibt die ihnen richtig Spaß macht, haben ADS-Kinder auch die Motivation, diese Sportart nicht nur als Hobby sondern schon fast als „Lebensinhalt“ auszuüben. Und wer fragt bei einem Olympia-Sieger noch nach ADS?

Neben diesen guten Eigenschaften gab und gibt es bekannte Persönlichkeiten, die an ADS litten bzw leiden:

  • Thomas Edison: Erfinder der Glühbire
  • Albert Einstein: Nobelpreisträger, Erfinder der Relativitätstheorie
  • Walt Disney: Der mit den Zeichentrickmäusen und -enten
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Komponist
  • und viele weitere

Und hier noch ein paar lebende Beispiele:

  • Bill Gates: der Microsoft-Typ
  • Will Smith: Schauspiel-Ikone
  • Michael Jordan: Nummer 23 der Chicago Bulls aka DER Basketballer der 90er
  • Emma Watson: die mit dem Zauberstab

Wie man sieht, muss man als ADS-Erkrankter die Hoffnung keinesfalls aufgeben.

ADS bei Erwachsenen

Nur Kinder haben ADS“, werden viele Leute sicherlich sagen. Stimmt nicht. Auch Erwachsene haben ADS, es zeigt sich in der Regel nur anders. ADS tritt bei Erwachsenen häufig dann auf, wenn es vorher nicht erkannt oder behandelt wurde. Es gibt sogar dokumentierte Fälle von über 50-jährigen, die medikamentös behandelt wurden.

Wie zeigt sich ADS im Erwachsenenalter? In leichten Fällen bleiben nur einige Restsymptome übrig. Sie vergessen kleinere Dinge oder schaffen es oft nicht, Dinge zu erledigen, die sie sich vorgenommen haben. Bei Frauen (ja, es ist klischeehaft) stapelt sich zu nähende Kleidung o.Ä., Berufstätige verpassen Termine oder Hobbyfußballer vernachlässigen das Training.

Wenn die Sache jedoch nicht mehr ganz so leicht ist, kann es oftmals existenzbedrohend werden: Wenn Berufstätige nicht ab und an mal einen Termin vergessen, sondern ständig, wenn sie nicht in der Lage sind, in einem Großraumbüro zu arbeiten, weil sie ständig jedem ins Wort fallen oder sich in wichtigen Meetings nicht auf das Wesentliche konzentrieren können, sondern lieber das Eichhörnchen beobachten, das den Baum hoch läuft, kann das ernste Konsequenzen nach sich ziehen.

Jetzt werden sie sagen: Ok, das passiert bei Kindern nicht, weil Kinder nicht arbeiten. Aber ansonsten ist es genau das gleiche. Ich gebe ihnen Recht. Doch nun folgt der wesentliche Unterschied in der Erscheinung der Krankheit bei Kindern und Erwachsenen. In erster Linie haben erwachsene ADS-Kranke leichte bis schwere Persönlichkeitsstörungen. Diese reichen von einfachen leichten Stimmungsschwankungen bis hin zu schweren Depressionen oder ausgeprögten Manien. Sie sind auf der Suche nach dem Extremen. Sie wollen immer „krassere“, immer „abgefahrenere“ Dinge tun. Nichts verwerfliches. Eigentlich. Denn häufig suchen sie diese Extreme nicht beim Bergsteige oder Bungeejumping, sondern im Rausch. Alkohol- und Drogenabhänigkeit treten vermehrt bei erwachsenen Betroffenen auf. Auch anderes Suchtverhalten ist bei ADS-kranken Erwachsenen oftmals der Fall. Nikotin- und Spielsucht sind hier die häufigsten Verteter.

Ganz kurz. Dies soll keine Ausrede für suchtkranke Menschen liefern. Da, wie schon erwähnt, 5-9% der Kinder Symptome aufweisen bzw. an ADS leiden, können auch nur 5-9% der Erwachsenen an ADS leiden (vorrausgesetzt, die Kindersterberate ist signifikant gering, was sie ja Gott sei Dank ist). Überlegen Sie kurz, wie viele Erwachsene Raucher sie kennen oder in etwa jeden Tag sehen. Ich will Suchtkranke auf keinen Fall in Schutz nehmen, aber sie sind, wie der Name schon sagt krank. So bedarf es oftmals einer Behandlung um sie „gesund“ zu machen. Egal, ob sie ihre Sucht selbst verschuldet haben odr nicht, irgendwann haben sie keine Kontrolle mehr darüber. Aber ich schweife ab. Ich wollte nur erwähnt haben, dass ADS keine Ausrede für exzessives Suchtverhalten darstellt.

In manchen Fällen entwickeln Betroffenen auch eine sogenannte Bipolarität. Im Volksmund wird sie oft als „manisch-depressive Krankheit“ bezeichnet. Bipolarität ist eine Persönlichkeitsstörung, die Phasenweise verläuft. Wie der Name schon sagt, gibt es manische und depressive Phasen. In den manischen Phasen zeigen die personen eine erhöte Aktivität, unangemessene gute Stimmung, gesenkte Hemmschwelle, wenig Schlafbedürfniss, Unruhe, etc. In den depressiven Phasen hingegen sind die Betroffenen niedergeschlagen, antriebslos, langsam, fühlen sich wertlos und haben sogar suizidale Gedanken. Unbehandelt ist Bipolarität eine sehr gefährliche Krankheit.

Was passiert, wenn ADS nicht erkannt wird?

Und was passiert, wenn ADS unbehandelt bleibt? Welche Krankheiten treten vermehrt im Zusammenhang mit ADS auf?

Wenn ADS nicht erkannt wird, kann das schwere gesellschaftliche Folgen für die Betroffenen haben. Er wird von seinem Umfeld als desinterresiert, faul, arrogant und dumm wahrgenommen. Er bekommt oftmals Sanktionen von Autoritätspersonen, wie Eltern oder Lehrern, ohne wirklich zu wissen warum. Folglich können die Betroffenen ihr „Fehlverhalten“ auch nicht abstellen oder korrigieren, wodurch eine ablehnende Haltung beider Parteien der jeweils anderen gegenüber entsteht. Gleichaltrige sind nicht gewillt oder fähig, die Betroffenen zu integrieren, da sie immer im Mittelpunkt stehen wollen und Gespräche, Spiele oder andere Handlungen unterbrechen. Betroffene werden oft als unangenehme Zeitgenossen beschrieben, als nicht gesellschaftsfähig oder einfach nur störend. Und als ob das nicht schon genug wäre, tragen diese ganzen Faktoren dazu bei, dass viele der ADS-Betroffenen Probleme in der Schule bekommen. Sie entwickeln eine solche Versagensangst, dass es ihnen noch schwerer als ohnehin schon fällt, sich während Klassenarbeiten zu konzentrieren. Schlechte Noten und miserabele Schulabschlüsse sind die unmittelbare Konsequenz.

Kommen wir nun zu Krankheiten und Störungen, die häufig mit ADS einhergehen. Da wären zuerst mal Störungen des Sozialverhaltens. Neben den üblichen, vom Umfeld wahrgenommenen „Störungen“ kommen zusätzlich noch aufsässiges und aggresives Verhalten hinzu. In Verbindung mit einer geringen Frustrationstoleranz eine sehr heikle Kombination. Diese Störungen können sich auf die Familie beschränken oder sich gar soweit ausweiten, das völlig Unbeteiligte sich auf einmal in der Schussbahn eines Wutanfalls befinden.

Weitere Störungen sind Störungen der schulischen Fertigkeiten. Dies manifestiert sich zum Beispiel in Form einer Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Dyskalkulie. In schwerwiegenderen Fällen kann diese sich auch in mehreren Bereichen zeigen. Es kommt des öfteren auch zu Sprachstörungen wie stottern, stammeln und poltern. Auch eine Intelligenzminderung, das heißt eine unter dem Durchschnitt liegende kognitive Fertigkeit, kann auftreten. Diese zählt sogar schon zu den geistigen Behinderungen. Das zeigt die Notwendigkeit einer ärztlichen Meinung im Falle einer Vermutung seitens der Eltern oder des Betroffenen selbst.

Verhältnismäßig viele Betroffene zeigen auch Tic-Störungen und OCDs, Zwangshadlungen. Ähnlich wie bei unter dem Tourette-Syndrom leidenden Menschen führen die Betroffenen kurze unwillkürliche Bewegungen aus oder geben ungewollt Laute von sich. Ganz häufig bilden sich auch Angststörungen aufgrund des ständigen Versagens. Hierraus resultiert auch ein geringes Selbstbewusstsein und einer sehr negative Sicht der eigenen Person. In manchen Fällen führt dies zu Persönlichkeisstörungen und Depressionen.

Wenn sie also nicht sicher sind, ob jemand in Ihrem Bekannten- ode Familienkreis unter ADS leidet und sie einen begründeten Verdacht haben, nehmen sie die Mühe auf sich und gehen sie mit demjenigen zum Arzt und lassen ihn untersuchen. Schlimmstenfalls haben Sie nur ein paar Stunden Zeit geopfert, bestenfalls aber einem Menschen das Leben um einiges erleichtert.

Therapie und Behandlung bei ADS

Wie behandelt man ADS-Kranke? Auch auf diese Frage gibt es keine Universalantwort. Liegt diesmal allerdings nicht an mangelden Forschungsergebnissen, sondern an der Unterschiedlichkeit jedes einzelnen Falles. Daher macht man in den meisten Fällen eine sogenannte multimodale Therapie, bestehend aus

  • Aufkärung und Beratung der Eltern, Kinder, Verwandten und Lehrern/Erziehern
  • Elterntraining
  • Interventionen im Kindergarten bzw. der Schule
  • Psycho-, Verhaltens- und Ergotherapie
  • medikamentöse Behandlung

Eine ausführliche Aufklärung über das Thema ADS, die Symptome und Ausprägungen der Krankheit, die geplante Therapie etc. ist wichtig und grundlegend für jede Behandlungsform von ADS. Die Eltern und Lehrer müssen über den momentanen Stand der Kranktheit und der Therapie Bescheid wissen, um in gewissen Situationen richtig handeln zu können. Dieses „richtige Handeln“ wird auch in speziellen Elterntrainings geschult. Oftmals sind auch Gespräche mit der Schulklasse oder der Kindergartengruppe von großem Nutzen für die Betroffenen. So können sie besser integriert werden.

Die medikamentöse Behandlung findet vornehmlich mit Methylphenidat, den Meisten jedoch unter seinem üblichen Handelsnamen Ritalin bekannt, statt. Ritalin hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin, auch „Glückshormon“ genannt, und Noradrenalin, einem dem Adrenalin verwandten Hormon, dass unsere Konzentration und Aufmerksamkeit steigert. Wiederaufnahme heißt in diesem Fall die Wiederaufnahme der Hormone aus dem Blut durch ausschüttenden Zellen. Folglich erhöht sich die Blutkonzentration der beiden Hormone und man kann sich besser konzentrieren. Jedoch ist Ritalin ein gefährliches Mittel, es kann süchtig machen, wenn man zu großen Dosen über einen zu langen Zeitraum ausgesetzt ist. Daher wird jeder Patient individuell auf das Mittel eingestellt. In dieser Phase können Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit als Symptome auftreten. Bei Frauen lassen sich die Symptome oft auch mit Östrogenpräparaten in den Griff bekommen, allerdings sollten die Betroffenen schon etwas älter, also zumindest in der Pubertät sein.

Eine Verhaltenstherapie ist dann notwendig, wenn die Betroffenen als „teilweise sozial inkompetent“ eingestuft werden. Die Kinder lernen, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten sollen und wie sie auf Mitmenschen, die nichts von ihrer Krankheit wissen und ihnen eventuell ablehnend gegenüber treten, reagieren sollen. Ergotherapie, Konzentrationsübungen und kognitives Training helfen den Kindern, sich ihre Konzentration zu verbessern und ihre Aufmerksamkeitsspanne zu verlängern. Allerdings sollte dies, in Abgrenzung zum Begriff “Gehirnjogging”, nicht aus Zeitvertreib sondern als medizinische Maßnahme stattfinden. Das Internetportal NeuroNation bietet ein umfassendes kognitives Training und ab dem 01.10.2011 auch eine Software, die von Prof. Niedeggen von der FU Berlin mitentwickelt wurde.

Eine ganz neue Methode der Behandlungsunterstützung bietet die Nährstofftherapie. Es gab Studien, die belegt haben, dass eine tägliche Gabe von Omega-3-Fettsäuren zur Minderung der Symptome der Hyperaktivität beiträgt. Andere Studien geaben Zink, Vitamin E und Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel.

Es gibt auch ein paar Ansätze zu Alternativtherapien, zum Beispiel die sogenannte Neurotransmittertherapie. Hier erhalten die jeweiligen Personen Rückmeldung (optisch oder akkustisch) über Veränderung ihres EEGs, zum Beispiel wenn die Konzentration sinkt. So wissen die Betroffenen sofort Bescheid und können ihr Verhalten eventuell anpassen.