ADS – Alles daran schlecht?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Folglich muss dort, wo man einen Schatten sieht, auch eine Lichtquelle sein. Soll heißen, ADS hat auch seine positive Seiten. Positiv in dem Sinne, dass es Symptome gibt, die einen guten, förderungswürdigen Effekt zeigen. Diese sind unter anderem:

  • Hypersensibilität: ADS-Betroffene mit Hypersensibilität sind in der Lage, Veränderungen sehr schnell zu erfassen. Dies äußert sich meist in einer besonderen Form der Empathie, das heißt sie können den emotionalen Zustand ihres gegenübers sehr gut abschätzen und sind in der Lage, angemessen auf diesen zu reagieren. Auch Veränderungen dieses Zustandes nehmen sie sehr gut wahr. Außerdem haben sie einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
  • Begeisterungsfähigkeit: Wenn sie ein Thema interessant finden, lassen sie sich dafür begeistern und schaffen es oftmals auch, sich über einen längeren Zeitraum, sich zu konzentrieren
  • Hyperfokus: Ähnlich wie die Begeisterungsfähigkeit können sich Betroffene, ganz im Gegensatz zu anderen Symptomen, auf ein bestimmtes Thema sehr, sehr gut konzentrieren, viel besser als andere Kinder. Sie sind in der Lage, sich Wissen zu diesem Thema in kürzester Zeit anzueignen. Dies geschieht, wenn der Betroffene genug Motivation für ein bestimmtes Thema entwickelt, im Gegensatz zur Begeisterungsfähigkeit zu einem bestimmten Thema kann er hier diese Motivation nicht selbst beeinflussen. Der Hyperfokus wird oftmals von Lehrern und anderen falsch verstanden und kommentiert: „Wenn er will, kann er doch“, jedoch ist dieses „wollen“ eher ein „unwollen“, die Motivation geschieht unwillkürlich.
  • Impulsivität: „Moment mal, Impulsivität wurde doch als negative Eigenschaft gezählt“, werden Sie nun denken. Stimmt. Aber wenn man diese impulsivität richtig dosiert, macht es die Betroffenen zu angenehmen Zeitgenossen und interessanten Gesprächspartnern. Die Äußerungen sind nun nicht mehr unkontrolliert und unangebracht, sondern fallen eher in die Sparte „Spontanität“, und sie passen meist auch zum Thema und fördern so die Unterhaltung.
  • Hyperaktivität: Ja, auch Hyperaktivität kann richtig dosiert eine gute Eigenschaft sein. Leicht hyperaktive Kinder sind viel besser für Sport im allgemeinen und Leistungssport im speziellen zu begeistern. Wenn es eine Sportart gibt die ihnen richtig Spaß macht, haben ADS-Kinder auch die Motivation, diese Sportart nicht nur als Hobby sondern schon fast als „Lebensinhalt“ auszuüben. Und wer fragt bei einem Olympia-Sieger noch nach ADS?

Neben diesen guten Eigenschaften gab und gibt es bekannte Persönlichkeiten, die an ADS litten bzw leiden:

  • Thomas Edison: Erfinder der Glühbire
  • Albert Einstein: Nobelpreisträger, Erfinder der Relativitätstheorie
  • Walt Disney: Der mit den Zeichentrickmäusen und -enten
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Komponist
  • und viele weitere

Und hier noch ein paar lebende Beispiele:

  • Bill Gates: der Microsoft-Typ
  • Will Smith: Schauspiel-Ikone
  • Michael Jordan: Nummer 23 der Chicago Bulls aka DER Basketballer der 90er
  • Emma Watson: die mit dem Zauberstab

Wie man sieht, muss man als ADS-Erkrankter die Hoffnung keinesfalls aufgeben.

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