Ursachen für eine Erkrankung

Woran liegt das? Warum bekommt man ADS? Forscher haben darauf keine oder besser keine vollständige Antwort. Also warum sollte ich eine haben? Ich lege hier nur den momentanen Stand der Dinge dar.

Man geht von einer multifaktoriellen Ursache aus. Auf gut deutsch: Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle. Und zwar sind diese Faktoren biologisch, psychisch und sozial bedingt. Bei 50% der von ADS betroffenen liegt eine genetisch bedingte Anoralität der neuronalen Signalverarbeitung im Gheirn vor; soll heißen, das Gehirn des Betroffenen ist nur bedingt in der Lage, die Reize, die von außen kommen richtig bzw. überhaupt zu verarbeiten.

Prä- und frühe postnatale Ursachen spielen auch eine gewichtige Rolle. Zu den Risikofaktoren gehören Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen und Frühkindliche Krankheiten oder Verletzungen des zentralen Nervensystems, also des Gehirns und Rückenmarks. Zigaretten und alkohol während der schwangerschaft sind auch nicht förderlich, jedoch wird in diesen Fällen das Auftreten von ADS-Symptomen oftmals nur zweitrangig sein, da diese Stoffe hochgradig gefährlich für das Ungeborene sind und es nicht selten zu geistigen oder körperlichen Missbildungen kommt. Auch als Nicht-Mediziner kann ich Schwangeren guten gewissens davon abraten, zu rauchen, Alkohol zu trinken oder gar sich illegalen Drogen zu bedienen.

Wovon die Universität Helsinki abrät, ist der übermäßige Genuss von Lakritze. Ja, Lakritze. Sie mache angeblich die Plazenta durchlässiger für Stresshormone. Und somit steige die Gefahr einer Hirnschädigung. Eine langjährige Studie habe gezeigt, dass bei den Kinder der Frauen, die verhältnismäßig viel Lakritze währnd der Schwangerschaft gegessen haben, vermehrt Fälle von ADS auftauchen, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die keine Lakritze mochte.

Was jedoch einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hat, ist zum einen das Alter, in dem sich die Betroffenen befinden, wenn die Diagnose gestellt wird und zum anderen wie das soziale Umfeld auf diese Diagnose reagiert. Beim Alter gilt: Je früher, desto besser. Meistens ist die krankheit noch nicht so weit fortgeschritten und lässt sich sehr gut behandeln. Beim Umfeld, wozu man auch Lehrer, Erzieher und, je nach Alter, auch die Freunde oder Spielgefährten zählt, kommt es auf eine sorgfältige und unfassende Aufklärung an.

Wie erkennt man ADS?

Viele werden sich fragen, wie man ADS erkennt, und wann es nötig ist einen Arzt aufzusuchen. Leider gibt es dazu kein Patentrezept. ADS ist eine Krankheit, die sich in vielen verschiedenen Wegen manifestiert. Selten weist ein Betroffener alle typischen Symptome auf, oft ist nur ein einziges sehr stark ausgeprägt. Deswegen gibt es auch immer noch keine Richtlinie, wann jemand von ADS betroffen ist und wann nicht.

Hier liste ich die häufigsten Symptome in Abhängigkeit des Alters auf. Dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass jemand ADS hat oder umgekehrt, dass man kein ADS hat, wenn man keines dieser Symptome aufweist

  • Baby und Kleinkindalter: Betroffene in diesem Alter werden oft als „Schreikinder“ oder „Speikinder“ bezeichnet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Experimentier- und Erkundungsfreude bei gleichzeitigem Fehlen von Gefahrenbewusstsein aus.
  • Kindergarten- und Vorschulalter: Die Betroffenen sind schwer in andere Kindergruppen integrierbar. Sie weisen eine geringe Frustrationstoleranz auf, werden dadurch schnell wütend oder traurig. Sie versuchen, sich in den Vordergrund zu spielen und sind leicht abzulenken.
  • Schulalter: Sie nehmen in der Klasse eine Aussenseiterposition ein, werden meist als „Störenfried“ oder „Klassenkaspar“ bezeichnet. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kurz, sie lassen sich durch alles mögliche ablenken, z.B. Papierrascheln, ein Vogel vor dem Fenster, etc. Auch das Hausaufgaben machen fällt ihnen schwer, sie brauchen oftmals Stunden bzw. deutlich länger als andere Kinder ihres Alters. Dadurch entsteht oft eine sogenannte „Schulangst“, die Angst vorm Versagen in der Schule.
  • Jugendalter: Oftmals klingen die Symptome der Betroffenen mit dem Fortschreiten der Pubertät ab (was allerdings keinen bzw. keinen erwiesenen Zusammenhang) darstellt. Betroffene dieses Alters leiden jedoch oftmals an Stimmungsschwankungen, die bis hin zur Bipolarität reichen. Im Volksmund bezeichnet man sojemanden als manisch-depressiv. Betroffene sind vermehrt auch auf der Suche nach Extremen, nach dem „Kick“, den sie oftmals mit Drogen und Alkohol finden.

Was ist ADS?

Wir befassen uns hier mit der Frage, was genau ADS und ADHS sind. ADS heißt Aufmerksamkeitsdefizitstörung, ADHS beedeutet Aufmerksamkeitdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Im Grunde ist ADHS das Gleiche wie ADS + Hyperaktivität. Wenn ich im Folgenden immer von ADS rede, soll dies auch ADHS miteinschließen. Woher ADS genau kommt ist noch unklar. Es wird vermutet, dass mehrere Faktoren dabei eineRolle spielen. ADS macht sich dadurch bemerkbar, dass die betroffenen eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, sich nicht gut konzentrieren können, oftmals nicht still sitzen können oder einen großen Tatendrang haben. Bekannte Beispiele finden sich in Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter: Zappel-Philipp, Hans-guck-in-die Luft oder der böse Friederich weisen alle Symptome von ADS auf. In der Medizin ist man der Ansicht, dass es 3 Leitsymptome von ADS gibt:

  • Aufmerksamkeitsschwäche: beinhaltet Tagträumerei, eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, leichte Ablenkbarkeit
  • Impulsivität: Mangelnde Verhaltenskontrolle, niedrige Frustrationstoleranz, redet und handelt, ohne wirklich über das Tun nachzudenken
  • Hyperkativität: nur bei ADHS, Betroffene sind unruhig, haben hohen Bewegungsdrang, „Zappel-Philipp-Syndrom“

In der Regel sind Kinder von der Kranktheit betroffen, jedoch gibt es Fälle, in denen sich die Symptome auch noch im Jugend- und Erwachsenenalter zeigen. Bei einer frühen Diagnose und folglich längeren Behandlungsphase ist dies jedoch selten der Fall. Im Allgemeinen erkranken Jungen 3 mal häufiger als Mädchen und es weisen in Deutschland (nach gegenläufiger Meinung der Allgemeinheit nur) etwa 5-9% der Kinder Symptome im Sinne von ADS auf

Oft werden ADS-Betroffene von Unwissenden als „dumm“, „faul“, „vertäumt“ oder „nervtötend“ bezeichnet. Allerdings können die Betroffenen nichts dafür, und so entsteht eine Abneigung gegenüber Fremden, fehlende Integrationsbereitschaft und Leistungsdruck.

Behandelt wird ADS meist mit dem Medikament Ritalin. Eine große Rolle spielt auch das Aufklären des Umfeldes der Betroffenen. Auch Konzentrationsübungen werden oftmals verwendet, um damit die Aufmerksamkeitsspanne der Betroffenen zu verlängern.

Ich habe diese Seite hier gemacht, um einen Überblick über das Krankheitsbild ADS und die Therapie mit Konzentrationsübungen zu geben, wie man die Krakheit erkennt, welche Ursachen es geben kann, welches die geläufigsten Behandlungsmethoden sind. Eine Sache möchte ich anmerken. Ich bin kein Arzt. Diese Seite soll keine ärztliche Diagnose ersetzen. Ich trage hier nur Wissen zusammen. Die Angaben sind ohne Gewähr. Wenn Sie wissen möchten, ob ihr Kind unter ADS leidet, gehen Sie zu einem Arzt und lassen es untersuchen. Nur weil ich hier die Symptome nicht aufgezählt habe, soll das nicht heißen, dass sich die Krankheit auch anders zeigen kann. Leider gibt es heutzutage viel zu viele Möchtegernmediziner, die sich durch Wikipedia u. Ä. „bilden“ und der Ansicht sind Ahnung zu haben. Im Zweifel jedoch lieber 10 € Praxisgebühr zahlen und zum Hausarzt gehen. Doch darum solls hier nicht gehen. Hier geht’s um eine Info-Seite zu ADS und Konzentrationsübungen.