Wie erkennt man ADS?

Viele werden sich fragen, wie man ADS erkennt, und wann es nötig ist einen Arzt aufzusuchen. Leider gibt es dazu kein Patentrezept. ADS ist eine Krankheit, die sich in vielen verschiedenen Wegen manifestiert. Selten weist ein Betroffener alle typischen Symptome auf, oft ist nur ein einziges sehr stark ausgeprägt. Deswegen gibt es auch immer noch keine Richtlinie, wann jemand von ADS betroffen ist und wann nicht.

Hier liste ich die häufigsten Symptome in Abhängigkeit des Alters auf. Dies ist jedoch keine Garantie dafür, dass jemand ADS hat oder umgekehrt, dass man kein ADS hat, wenn man keines dieser Symptome aufweist

  • Baby und Kleinkindalter: Betroffene in diesem Alter werden oft als „Schreikinder“ oder „Speikinder“ bezeichnet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Experimentier- und Erkundungsfreude bei gleichzeitigem Fehlen von Gefahrenbewusstsein aus.
  • Kindergarten- und Vorschulalter: Die Betroffenen sind schwer in andere Kindergruppen integrierbar. Sie weisen eine geringe Frustrationstoleranz auf, werden dadurch schnell wütend oder traurig. Sie versuchen, sich in den Vordergrund zu spielen und sind leicht abzulenken.
  • Schulalter: Sie nehmen in der Klasse eine Aussenseiterposition ein, werden meist als „Störenfried“ oder „Klassenkaspar“ bezeichnet. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kurz, sie lassen sich durch alles mögliche ablenken, z.B. Papierrascheln, ein Vogel vor dem Fenster, etc. Auch das Hausaufgaben machen fällt ihnen schwer, sie brauchen oftmals Stunden bzw. deutlich länger als andere Kinder ihres Alters. Dadurch entsteht oft eine sogenannte „Schulangst“, die Angst vorm Versagen in der Schule.
  • Jugendalter: Oftmals klingen die Symptome der Betroffenen mit dem Fortschreiten der Pubertät ab (was allerdings keinen bzw. keinen erwiesenen Zusammenhang) darstellt. Betroffene dieses Alters leiden jedoch oftmals an Stimmungsschwankungen, die bis hin zur Bipolarität reichen. Im Volksmund bezeichnet man sojemanden als manisch-depressiv. Betroffene sind vermehrt auch auf der Suche nach Extremen, nach dem „Kick“, den sie oftmals mit Drogen und Alkohol finden.

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